Unsere Sitzung fand als Onlinesitzung mit den Themen „Inklusion – Dyskalkulie und Legasthenie“ und „Inklusionshelfer und Inklusionsassistenten“ statt. Zu Gast waren diesmal Anke Seidenschnur und Angela Dietl-Jensen vom SIBUZ Marzahn-Hellersdorf.

Frau Dietl-Jensen übernahm den Thementeil LRS (stark ausgeprägte) Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und RS (stark ausgeprägte) Rechenschwierigkeiten. Sie erklärte den Unterschied zwischen dem medizinischen und dem pädagogischen Blick. Legasthenie und Dyskalkulie sind die Bezeichnung im medizinischen Sinne und die Beeinträchtigungen werden als Krankheit eingestuft.
Aus pädagogischer Sicht werden LRS und / oder RS im schulischen Kontext sichtbar und können durch passende Förderungen reduziert werden. In der Schule selbst werden auch nur die Begriffe Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und Rechenschwierigkeiten verwendet. Die Arbeitsgrundlage für alle Schulen ist der Leitfaden zur Diagnostik mit Hinweisen zum Nachteilsausgleich und Notenschutz.

Die Fachlehrer (Deutsch / Mathe) fördern die Schülerinnen und Schüler, wenn erste Probleme auftreten. Sie entscheiden auch, ab wann eine besondere Förderbedürftigkeit festgestellt werden muss. Mit Unterstützung der LRS/RS-Fachkraft der Schule wird ein standardisiertes Verfahren durchgeführt. Für LRS wird die Hamburger Schreibprobe verwendet. Ziel der Hamburger Schreibprobe ist es, die Rechtschreibleistung von Kindern zu überprüfen sowie die Kompetenzen bei der Nutzung verschiedener Rechtschreibstrategien zu erfassen. Für RS gibt es schulinterne Verfahren.

Gem. § 23 der Grundschulverordnung ist eine Verlängerung der Schuleingangsphase (Saph) möglich, wenn die Mindestanforderungen für die erfolgreiche Teilnahme in der Klassenstufe 3 nicht erreicht werden.

Weitere gesetzliche Grundlagen bilden die §§ 16 und 16a der Grundschulverordnung, hier ist der Nachteilsausgleich bei LRS und RS definiert. Ab Klasse 8 müssen alle LRS-Bescheide vom SIBUZ erneuert bzw. erstmals erstellt werden.

Weitere Infos gibt es auf der Seite der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie: https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/foerderung/lernschwierigkeiten/lese-und-rechtschreibschwierigkeiten/

Frau Seidenschnur ist im Anschluss auf das zweite Thema „Inklusionshelfer und Inklussionsasistenten“ eingegangen.
Die Verwaltungsvorschrift über schulische Inklusionsassistenz (VV SchulInklAS) hat im August 2025 die Verwaltungsvorschrift Schulhelfer abgelöst. Sie enthält einige Veränderungen, die mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Schulische Inklusionsassistenten unterstützen Schülerinnen und Schüler, die auf zusätzliche Pflege und Hilfe angewiesen sind, um am schulischen Leben und Lernen in der inklusiven Schule teilnehmen zu können. Kinder, die an Förderzentren lernen, fallen nicht mehr unter die neue Verwaltungsvorschrift. Schulassistenzen können über die AV USE beim Jugendamt beantragt werden https://www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/eingliederungshilfe/

Weitere Infos gibt es im Infobrief Nr. 27 des SIBUZ https://www.berlin.de/sen/bildung/unterstuetzung/beratungszentren-sibuz/sibuz-infobrief/
und auf der Seite der der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie: https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/inklusion/schulische-inklusionsassistenz/

Im Anschluss folgte der Bericht von Cathrin Braun – Referatsleitung der Außenstelle der Schulaufsicht der SenBJF - über folgenden Themen:

  • möglicher Stromausfall im Bereich Marzahn-Hellersdorf: Besprechungsrunde am 21.01.2026; wie wird im Fall des Falles gehandelt, wie erreichen Informationen die Schulen, das schulische Personal und die Eltern (Krisenkommunikation), insbesondere, wenn der Mobilfunk ausfällt.
  • keine Aussetzung Präsenzunterricht am 13.01.2026 wegen besonderer Wetterlage
  • Vergleichsarbeiten Klasse 5 (SJ 2024/2025): in großen Teilen gute bis sehr gute Ergebnisse.
    Vergleichsarbeiten Klasse 6 (SJ 2025/2026) noch keine Ergebnisse
  • Wegfall der Teilnoten auf dem Zeugnis im Fach Deutsch
  • Anmeldungen an den Oberschulen 05.03. bis 12.03.2026
  • bei Aussetzung Präsenzpflicht sollten Klassenarbeiten und Test verschoben werden, es sollen keine Nachteile für nicht anwesende Schüler*innen entstehen
  • Eröffnung einer dritten 5. Klasse am Otto-Nagel-Gymnasium zum SJ 2026/2027

Diesmal gab es keine Vorstellung von Schulen aus unserem Bezirk.

Berichte aus den Gremien:

  • Vorstand BEA: Themen und Termine für das laufende Jahr
  • BSB: Digitalisierung in der Schule; Digitalpakt 2.0 mit Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung Dr. Thorsten Kühne

Die nächste BEA-Sitzung findet am 09.02.2026 in der Rahel-Hirsch-Schule (Oberstufenzentrum für Gesundheit/Medizin) statt.

Wir freuen uns auf Sie.